@TomSchaffer, und zur Bildungpolitik
Betreffend der Mitgliedschaft in der Beamten-Gewerkschaft: Meines Wissens (ebenfalls Lehrerkind) gibt es zumindest einen Fall in dem einem Lehrer ohne Zustimmung ÖVP-Material zugesendet und untergejubelt wurde.
Solche Praktiken erinnern an den Ostblock: ein staatliches, enges, verstaubtes, altes, von Seilschaften durchzogenes Amt.
Was das Bildungssystem braucht ist eine parteiunabhängig geführte Plattform von Schülern, Eltern, Lehrern, Studenten, Dozenten und Wissenschaftlern, kurz allen Teilnehmern des Bildungssystems! Diese ständigen Abwechslungen und Kurskorrekturen von Ministern tun dem System augenscheinlich nicht gerade gut.
Genauso ist es aber auch um das ständige Blockieren parteipolitischer Interessensvertrettungen bestellt.
Das verkrustete System der Sozialpartnerschaft hat in der Bildung nichts verloren, weil diese mit den Interessen der meisten Beteiligten aber auch gar nichts verbindet, nicht einmal der Name der Gewerkschaft!
Ich kenne jedenfalls nur wenige Lehrer, die sich selbst strikt als Beamte sehen, und diejenigen welche, sind ohnehin meines Erachtens grauenvolle Lehrer und sollten daher auch eine Chance bekommen aus ihrem Lehrberuf austeigen zu können. Übrigens der Hauptgrund vieler Burn-outs: die Ausweglosigkeit des Systems!
Was bringen schon in den Medien inszenierte Schaukämpfe und Schauverhandlungen, in denen dann natürlich ganz bewusst keine der Seiten auch nur einen Milimeter von den Standpunkten abrückt und im Endeffekt auch der noch so kleine aber unwirksame Kompromiss von beiden Seiten hochgelobt wird.
Zuerst wurde das System von der Schülervertretung aufwärts bis hoch zur Ministerin von der ÖVP kalt gestellt. Nun stellt endlich die in der Opposition zwar lauthals schreiende SPÖ schon die zweite Bildungsministerin und setzt einen Schritt hin zum Todesstoß für die Bildungspolitik. Die ebnet dadurch die Bahn für Kanzler Strache.
Denn, die Bildungsverlierer von heute werden von der FPÖ schön weiter benutzt werden. Ich seh den nächsten, lauthals polternden Spruch schon neben einem grinsenden, die Zähne fletschendem Strache stehen: “Wer nix versteht, der geht!”
Solche Visionen sollten jedem, gleich auf welcher Konfliktlinie und Themengebiet er sich auch befinden mag, zu Denken geben um den vollständigen Untergang der Gerechtigkeit und der dadurch abgeleiteten Rechtsstaatlichkeit um jeden Preis (!) zu verhindern!
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