Der Soundtrack zu den Amokläufen?
Die meisten Konsumenten von Computerspielen sind nicht in Gefahr zu einem weiteren Amokschützen zu werden, das ist Fakt! Strengere Gesetze für Waffenbesitz sind ein Muss, nicht zuletzt wegen der steigenden Selbstmordrate mit Schußwaffen, verstärkte Kontrollen bei Computerspielen sind jedoch wenig erfolgreich, bekommen doch viele junge Konsumenten ihre Spiele von Eltern, Bekannten, Freunden, etc.
Alterskontrollen helfen wenig, vor allem bei einer kleinen Prozentgruppe von Spielern, von denen die Experten sagen, sie seien psychisch labil, leiden unter Selbstwertverlust und neigen zu einem hohen Aggressions und Frustrationpotential. Unter diesem geringem Prozentsatz gibt es noch eine weitere, viel kleinere Gruppe , welche tatsächlich in der Lage ist mit einer realen Waffe in der
Hand Menschen zu erschießen.
Bei solchen Videos auf YouTube bleibt man/frau oft erstarrt und entsetzt nach dem Ende regungslos sitzen. (das gesamte Video auf http://www.youtube.com/watch?v=RKSj0Z0spqo)
Wird/Ist mein Kind auch so? Meistens nicht!
Prävention ist trotzdem wichtig! Gegen jegliche Gewalt an Schulen und für eine breitere Anerkennung der Psychologie als Technologie!!
Es gibt sie also: die dunkelsten Schafe unter den Gamern, die vielleicht nicht unbedingt Realität und Fiktion nicht mehr unterscheiden können, wie mancher meint, aber der sich wiederholende Kreislauf von Superhero am Bildschirm und Flasche in der Schule die Fiktion für manchen Spieler zur “besseren” Welt macht, in der man endlich respektiert und verstanden wird.
Die echte Welt erscheint nun als sinnentleert, unfair und böse. Auch deswegen, weil die Spiele als konkretes Ventil für Aggressionen und Ängste benutzt werden, ohne die es einfach nicht mehr geht. Daher steigern sich viele Spieler in die virtuelle Welt mit Haut und Haaren hinein.
Gerade deswegen ist psychologische Betreuung als Prävention für jeden Schüler und auch jeden Arbeitnehmer sehr wichtig und zwar ohne sofort ins psychisch labile Eck gestellt zu werden. Nicht zuletzt wegen diesem Mechanismus werden viele Psychologen bspw. an Schulen nur selten in Anspruch genommen. Kein Schüler und schon gar kein Lehrer will als “Aufmerksamkeitserreger” oder als “Psycherl” gelten.
Ob solch einer öffentlichen Meinung, die durch manche hinterfragungswürdige Medien für politische Zwecke benutzt/gestärkt werden, hilft auch der sooft beschworene Psychologie-Unterricht nicht. Angesichts einer solch starken “public opinion” müsste schon ein Umdenken auf breiterer Basis stattfinden, wie etwa einer versicherten Psychoanalyse als leuchtendes Beispiel für ihre Anerkennung. Dass viele andere Staaten eine solche Analyse schon in ihre staatlichen Versicherungsprogramme aufgenommen haben, kümmert die Entscheidungsträger hierzulande anscheinend nicht. Es reicht, dass der Erfinder Österreicher war und dass man dafür auf fürstlichen Feiern, auf denen ein Glas Orangensaft 3,50 kostet, sich ordentlich rausputzen kann.
Auch wenn Sigmund Freud einer von den “uns” war, für viele ist/war er heute wie damals einfach nur ein weiterer unbequemer Erneuerer!
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